Authentisch

Sei authentisch! „Perfekte“ gibt es schon wie Sand am Meer……

Aber was ist mit Authentizität gemeint?
Ich nehme kleine Kinder gerne als Vorlage und erkläre mir Authentizität so:
Kleine Kinder sind immer authentisch. Wir waren auch mal alle Kleinkinder! Als wir klein waren, waren wir nicht nur Experten in Sachen Ausstrahlung, sondern auch ein Vorbild im Authentisch-Sein. Wir hatten noch keine Taktik, Diplomatie, kein Nützlichkeitsdenken. Wenn ein Baby fröhlich ist, teilt es das mit. Und wenn es wütend oder traurig ist, auch. Es ist zu 100% konsequent, wie alle Eltern leidvoll erfahren, wenn das Kind z. B.  im Supermarkt müde oder hungrig ist und den ganzen Laden zusammenschreit.
In der Psychologie spricht man hier von Kongruenz, d. h. die innere und die äußere Bestimmtheit des Kindes ist deckungsgleich. Aber dann kommt irgendwann die Maske. Ich nenne sie die „Beliebtheitsmaske“.
Du glaubst, dass andere ein bestimmtes Verhalten, Aussehen, Meinung von dir erwarten und du versuchst diese Erwartung zu erfüllen, denn sonst bist du nicht mehr geliebt und anerkannt. Und schon kommt die Maske und das Schauspiel beginnt.
Warum fällt es einem so schwer man selbst zu sein?
Bei mir steht die Sorge, andere zu verletzten an oberster Stelle. Und dennoch tue ich dies tagtäglich, auch mit meiner Maske.
Die Angst, andere zu enttäuschen, abgelehnt zu werden, die Angst unangenehm aufzufallen und viele weitere Ängste rauben uns die Authentizität.
Ich habe sogar einigen Facebook-Freunden nur einen eigeschränkten Zugriff auf meinen Profi gewährt, damit sie ja nicht alle meine Facetten sehen und lesen. Aber warum eigentlich? Wieso möchte ich trotzdem mit diesen Menschen „Facebook- befreundet“ sein?
Wie bin ich, wenn ich alleine bin und mich nicht verstelle?
Hier ein Beispiel aus dem Alltag:
Ich koche leidenschaftlich gerne und verbringe gerne Zeit in meiner Küche, kreiere gesunde und tierfreie Köstlichkeiten. Ich gehe mit meinem Kind in den Wald spazieren, statt mich mit Kurz- und Langhanteln in einer muffigen Mukkibude zu kasteien und anschließend einen ekelhaften Chemoshake namens „Eiweiß-Drink“ in mich hinein zu flößen. Und jetzt kommt‘s: Ich finde mich trotzdem wohlgeformt, gesund und sexy. Wie kann das denn sein, werden sich jetzt meine „Fitness-Facebook-Freunde“ denken? So ganz ohne Disziplin?! Ich sage: Attraktivität und Vitalität ist reine Ansichtssache. Vielleicht verliere ich jetzt in diesem Augenblick auch einige von ihnen, aber sei es drum. Es ist dann eben so! Und ich hoffe, dass ich mit diesem kleinen Outing niemanden verletzt habe…… und wieder ist die alte Sorge da 😉
Das ist gar nicht so einfach, sein wahres Selbst zu entdecken, bei den vielen Rollen die man im Leben spielt. Was ich mir aber sage, ist: Ich möchte mich, mein wahres Sein, finden und JA zu mir sagen.
Ich fange damit an, mich mit Leuten zu umgeben, bei denen ich mich nicht verstellen muss und wenn ich neue Leute kennenlerne, sage ich mir immer, entweder sie akzeptieren mich jetzt so, wie ich bin oder sie können mir aus dem Weg gehen.
Und glaube mir, das passiert mir häufiger als es mir lieb ist. Sie ignorieren mich oder gehen mir aus dem Weg. Und das auszuhalten und sich selbst treu zu bleiben ist mein Ziel.
Und so übe ich auch langsam aber sicher, zu meiner Spiritualität und Leidenschaft für die geistige Welt, jenseits der drei dimensionalen Wahrnehmungen, zu stehen und damit hoffentlich auch DICH zu inspirieren.
In Liebe
Deine Marjam